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Dieter David Scholz

Rezept

Caponata Siciliana

Zutaten: 2 große Auberginen, 5 schöne Tomaten (enthäutet, oder eine Dose geschälte Tomaten), 2 mittlere Zwiebeln, 4 große Stangen Bleichsellerie, 1 mittelgroße Zucchini (auch frische, junge, weiche Artischocken sind nicht zu verachten, müssen aber nicht sein), 1 große, schöne Fenchelknolle. ½ Tasse Rosinen, 2-3 Esslöffel Pinienkerne, Semmelbrösel, ½ Tasse Kapern, 1 Hand voll grüner Oliven (entsteint oder nicht, je nach belieben), gehackte, glatte Petersilie, 1 kleiner Peperone (oder eine gute Messerspitze gemahlene Peperoncini), Olivenöl, Aceto balsamico, Salz. Frisch gemahlener schwarzer Pfeffer.

Zubereitung: Die grob geschnittenen oder gewürfelten Auberginen, die Zucchini-, Fenchel- und Selleriestücke (evtl. die geviertelten Artischockenherzen) je einzeln im reichlich ver-wendeten Olivenöl (nachgießen) des immer gleichen Topfes nacheinander scharf anbraten, herausnehmen und beiseite stellen. Zum Schluß im inzwischen aromenreichen restlichen Öl des Topfes die grob geschnittenen Zwiebeln und den klein geschnittenen Peperone anbraten. Die grob zerkleinerten Tomaten (man kann auch eine Dose geschälter Tomaten nehmen) zufügen, kurz aufkochen lassen. Dann die Tomatensauce mit den einzeln gebratenen Gemüsestücken zusammen mit der gehackten Petersilie, den Oliven, Rosinen, Kapern und Pinienkernen in eine feuerfeste Auflaufform geben. Nicht zu vergessen: alles gut verteilt und gleichmäßig untereinandergemischt, auch gut gesalzen und gepfeffert, mit Olivenöl und  süßem, braunen Essig (Aceto balsamico) abgeschmecken! Obenauf mit einer dicken Schicht Semmelbrösel abdecken, etwas Olivenöl drüberträufeln und in den 180-200 Grad heißen Ofen schieben. Solange im Ofen lassen, bis die Caponata einmal gut durchgebrutzelt ist und gar aussieht, ohne daß die oberste Schicht verbrennt.

Herausnehmen, abkühlen lassen: Man kann das Gericht lauwarm (im Winter) oder sogar (im Sommer) eisgekühlt aus dem Kühlschrank (wo es sich einige Tage gut hält) genießen, mit nichts als gutem Weißbrot und gutem Wein. Es ist in kleiner Portion als Vorspeise, als voller Teller durchaus aber auch als nährendes Hauptgericht zu empfehlen. Man kann die Caponata je nach Geschmack und Belieben, Jahreszeit oder Anlaß  pikanter oder süßer (mit Zusatz von Zucker), säuerlicher (mehr Essig) oder orientalischer gewürzt (mit Zimt, Kreuzkümmel und Nelken) variieren. Ich persönlich mag eine ausgewogen süß-saure, schlicht pikante Variante am liebsten. Mit einem Zitronenviertel zum Nachsäuern und einigen Blättern frischer Petersilie garnieren. In jedem Fall ist diese Caponata ein  aromenreicher Gruß aus dem Süden!