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Dieter
David Scholz
Mythos
Maestro. Dirigenten im Dialog. Ca. 400 S., Parthas Verlag 2002.
Rezensionen
Das Orchester (Schott), 51. Jg., Heft 3, März
2003, S. 84:
„Der Autor stellt den Mythos Maestro bewußt infrage,
kokettierend mit den Legenden stif-tenden Intentionen früherer Publikationen
zum Thema. Was den Berliner Musikjournalisten in den 29 Interviews, die r in
den vergangenen sechs Jahren für ARD-Rundfunkanstalten führte, ist das
Ausloten der Gratwanderung zwischen künstlerischer Vision, persönlicher
Ambition und Geschäftssinn, die Frage nach der Korrumpierbarkeit durch die
Mechanismen des lukra-tiven Musikmarktes. Im Zwiegespräch erkundet Scholz,
worauf es beim Dirigieren ankommt, nämlich auf die prägende Kraft der
Persönlichkeit des Dirigenten....So gesehen geben die ein-fühlsamen
Gespräche einen farbigen, informativen und sehr persönlichen Einblick in
Leben und Werk junger und alter, prominenter und noch unbekannter
Dirigenten, sinnvoll ergänzt mit biographischen Anmerkungen im Anhang ...
eine spannende Lektüre und überraschende Ein-sichten für Laien und Kenner
des Musikbetriebs.“
(Barbara von der Lühe)
"Wer
einmal erlebt hat, wie primadonnenhaft und zickig Dirigenten sein können,
vor allem die ängstlichen, die eitlen und die, die immer glauben, das
Schicksal begünstige die Konkurrenz, der zieht von vorn herein den Hut vor
Multitalent Scholz zu so viel Löwenmut, 29 dieser Künstler zu einem
Interview geladen zu haben. Nach außen hin geriert sich diese Spezies
gerne als Genie, als unfehlbare musikalische Weltbezwinger, im Gespräch
geben sie sich in der Scholzschen Anthologie sehr menschlich, was
nicht zuletzt am Geschick des Fragers liegt."
Beate
Hennenberg, in: Der neue Merker, 10/02
"Allein, was Kurt Sanderling
… zu Protokoll gibt, macht das Buch lesenswert. Von erzwung-ener und –
auch im eigenen Bewußtsein – zurechtgerückter Anpassung ist da die
Rede, vom Freiheitsbegriff diesseits und jenseits des Eisernen Vorhangs.
Und dass der Jude Sanderling meint, 'das Jüdische in Mahler' werde doch
'sehr übertrieben', mag überraschen. Als be-sonders ergiebig erweisen
sich außerdem die Gespräche mit Dirigenten, die von der Alten Musik
kommen: Nikolaus Harnoncourt ist temperamentvoll wie immer, … William
Christie pocht auf das 'linguistische Fundament' seines
Interpretationsansatzes; Bruno Weil zieht eigene Fäden durch die
Musikgeschichte ('Offenbach ist für mich die Fortsetzung von Haydn') …
Es geht in diesem Buch erfreulich viel und konkret um Musik."
Stephan Mösch in:
"Opernwelt" September/Oktober 2002-09-09
"Dieter
David Scholz ist bei seinen Interview-Porträts nicht von zwanghafter
Richtigstellung beseelt: die authentische Persönlichkeit zeigt sich im
Dialog vielmehr quasi von selbst. Und die sich dort offenbarende
individuelle Vielfalt ist überraschend: … Ein solches Buch wurde
dringend gebraucht"
Alexander
Reischert, in: "Cantate", Mai-Juni 2002
"Ein gelungenes Buch,
das allen Musik- und Konzertliebhabern empfohlen sei!"
FFdabei 20/2002
"Besonders interessant sind die Interviews mit Christoph von Dohnányi, dem
scheidenden Chefdirigenten in Cleveland, und mit Kurt Sanderling. Dohnányi
imponiert durch seine intel-ligenten Reflexionen, Sanderling durch seine
Redlichkeit und, notabene, einen Werdegang, der sich spannend wie ein
Krimi liest. Denn auch das gehört zu den großen Vorzügen dieses
Di-rigenten-Buchs, dass es biografische Vergangenheit - und das heisst:
Lebensumstände und kulturelle Befindlichkeiten früherer Jahrzehnte -
aufrollt und noch einmal erlebbar macht."
Werner Pfister,
in: Zürichsee-Zeitung 17.09.2002

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