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Dieter David Scholz
Rezept
Filetto di Maiale in Saor
Schweinefilet in Weisswein
und Essig geschmort

Eines
meiner Lieblingsrezepte aus dem Veneto
Für 4 -6 Personen nehme man
zwei makellose, parierte Schweinefilets, brate sie rundherum in
Olivenöl scharf an, damit es beim Schmoren innen saftig bleibt. Auch ein
ordentliches Stück durchwachsenen Speck brate man mit. Dann gebe man einige
gehackte oder geschnittene Zwiebeln hinzu. Wenn diese glasig sind,
lösche man sie mit einem viertel Liter feinem italienischen (weißem!)
Weinessig, einem viertel Liter Brühe und einem viertel Liter Weiss-wein ab.
Man lege zwei bis drei frische Rosmarinzweige zu den Filets, einige
zerkleinerte Knoblauchzehen, ein paar Lorbeerblätter, 5-6 Nelken (oder eine
Messerspitze Nelkenpul-ver), mahle ordentlich frischen schwarzen Pfeffer
darüber (ich streue auch gern einen halben Esslöffel ganze Pfefferkörner
darüber), salze nach Gutdünken (durchaus beherzt, denn nichts ist schlimmer,
als wenn es diesem Fleisch an Salz mangelt), gebe ein 2-3 kleine,
getrocknete und zerriebene Peperoncini mit hinein und schiebe den
geschlossenen Bräter in den auf 250 Grad vorgewärmten Backofen.
Nach etwas 45 Minuten lockt
ein himmlischer Duft, das Gericht zu vollenden. Zuerst einmal kann man jetzt
die Temperatur des Backofens auf kleine Stufe reduzieren. Es geht jetzt nur
noch darum, das Fleisch warm zu halten, bis serviert wird.
Dann die Sauce kräftig,
aber mit Feingefühl abschmecken mit Pfeffer und Salz. Schon vorher evtl.
immer wieder starke Brühe und/oder Wein nachgiessen. Je nachdem, wie viel
Sauce man am Ende haben möchte. Zum Schluß nach Geschmack mit Kartoffelmehl
leicht andicken oder auch nicht. Das ist Ansichtssache...
Dazu reiche ich gern
gebackene Polentascheiben, oder, was noch schöner aussieht, ge-backene,
ausgestochene Polenta-Halbmonde. Allerdings Polenta der römischen Art, also
gelbe Polenta, die mit Butter, Milch, Salz, Muskat und geriebenem
Parmesankäse aufgekocht und zum Schluß mit Eigelb verrührt wird.
An Gemüse passt
hervorragend gebratener Fenchel oder auch gebratener Radicchio dazu.
Eine delikate (helle)
Alternative zum deutschen Sauerbraten!
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